Montag, 24. Dezember 2007
FeLiZ nAvIdAd
Leider ist es mir auf Grund höchsten Freizeitstresses nicht möglich umfassend zu berichten und zu Grüßen, da meine Schwester ihrem kleinen Bruder seelischen Weihnachtsbeistand leistet und es morgen auf die Yucatan-Halbhinsel geht, von wo aus wir zu einer kleinen großen Reise durch den südlichen Teil Mexikos aufbrechen. Im Januar...irgendwann...wird dann aber ein großer Reisebericht mit viiiiiieeeeeelen Bildern folgen.
Euch da draußen in der weiten Welt wünsche ich von dieser Stelle aus ganz einfach ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Menschen, die man am liebsten hat und ebenso wünsche ich Euch eine guten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr!
Feliz Navidad y próspero Año Nuevo
Don Juan und seine Schwester Santa Katharina
Mittwoch, 19. Dezember 2007
WeLtSpRaChE
PS: Falls wir irgendwann mal eines der nächsten Spiele im neuen Jahr gewinnen sollten, werde ich dies hier natürlich sofort kund tun ;-)
Mittwoch, 12. Dezember 2007
vOn ScWuLeN sTiErEn

Es waren einmal…
…diese Jungen liebten es, Fliegen die Flügel herauszureißen und auch sonst allerlei Getier zu quälen. Doch eines Tages waren aus den kleinen Jungen große Jungen geworden. Mittlerweile befriedigte es die Jungen nicht mehr, kleine Tiere zu quälen, nein jetzt musste was größeres herhalten. „Wie wäre es mit Stieren?“ fragte einer eines Tages. „Ja, aber Stiere sind groß und können sich wehren und uns ganz doll aua machen.“ Antwortete ein anderer. Doch da hatte der Dritte im Bunde eine Idee „Dann lasst uns die Stiere einfach zusammen quälen, dann macht’s auch mehr Spaß.“ Und so beschlossen die Jungen, von nun an Stiere zu quälen, und weil die Jungen zudem schwul waren, zogen sie sich auch gleich noch viel zu enge, viel zu bunte und überhaupt viel zu schreckliche Kostüme an. Aber sie freuten sich „Schau mal, ich bin Rechtsträger *hihihihi*“ oder „Haha, ich kann den Pickel auf deiner linken Arschbacke sehen *hihihihi*“ hörte man es fortan aus den Katakomben der Stierkampfarena schallen.
Doch hin und wieder wurde das Tragen der viel zu engen, viel zu bunten und überhaupt viel zu schrecklichen Kostüme bestraft. Nämlich wenn ein schwuler Stier die Arena betrat. Nein, diese Stiere interessierte es nicht, ob da ein Tuch gewedelt wurde, der Fokus war gerichtet auf ganz andere Wedelobjekte, mal lags links, mal rechts und wenn nicht, dann gab’s ja immer noch die Option nahe des Pickels auf der Arschbacke. Aber leider war diese sexuelle Ausprägung bei Stieren viel zu selten.
Eines Tages, jedoch ereignete sich ein ganz besonderes Schauspiel. Pajarito, zu Deutsch Vögelchen, ja das war der Name des Stieres, schon seit Geburt, nicht er seit seinem Auftritt in der Arena. Er freute sich, endlich mal ein Bisschen Bewegung, doch als die Tür aufging, was war das? Ein schwuler Junge in einem viel zu engen, viel zu vielleicht bunten (Pajarito konnte ja keine Farbe erkennen) und überhaupt viel zu schrecklichen Kostüm. Und weil Pajarito eine überaus empfindliche Seite besaß und zudem stock-hetero war, wollte er nach dem Anblick des linkstragenden, Arschpickelmannes nur noch eines, auf und davon fliegen. Also nahm er Anlauf. Aber wohin? Einfach mal der Nase nach und weg vom Arschpickel. Oh eine Wand…egal…ah, die Leute schauen, genau so erschrocken wie ich, die sind sicher auch hetero, also Vollgas… Und so lernte das kleine, zart besaitete Vögelchen fliegen…
…leider sind viel zu wenige Stiere schwul und leider können noch viel weniger Stiere fliegen. Und leider gibt es immer noch viel zu viele große Jungs, die sich gerne in viel zu enge, viel zu bunte und überhaupt viel zu schreckliche Kostüme pressen, nur um Stiere zu quälen und dann wenn sie es ganz toll gemacht haben, ein Ohr als Trophäe bekommen…toll, ein abgeschnittenes Stierohr im Wohnzimmer hängen...
Und mea culpa, hin und wieder erwische ich mich, wie ich beim Zappen hängen bleibe, wenn Stierkämpfe übertragen werden, aber nicht um den Stier sterben zu sehen, nein, ich warte auf einen schwulen Stier.
Sonntag, 9. Dezember 2007
PhAsE 3 - gAgAgUgU
- Jari weg! Check
Phase 2:
- Bianka weg! Check
- Dominikus weg? Check
Phase 3:
Donnerstag, 6. Dezember 2007
AbScHiEd & LiEbE
Nun, zu einem Zeitpunkt, an dem man beginnt, sich näher kennen zu lernen, nun zu einem Zeitpunkt, wo sich Bände festigen würden, nun sind alle Examenshürden überwunden und nun verlassen die rund 40 Charaktere die Kreuzung auf der sie sich getroffen haben, um sich in verschiedenste Richtungen weiter zu bewegen, weiter zu leben, sich weiter zu entwickeln… Ein Semester, das noch schneller fertig war, als es begonnen hatte… Manche Charaktere, das ist sicher, werden sich nie wieder in ihrem Leben treffen. Ebenso sicher ist, dass andere wiederum, gerne Umwege in Kauf nehmen werden, um sich eines Tages wieder einmal an einer Wegkreuzung gegenüber zu stehen.
Adios!
Montag, 26. November 2007
bEgEgNuNgEn DeR bEsOnDeReN aRt
Doch so schnell wollte er nicht aufgeben, denn auch die kleinen Dinge des Lebens, kleine Erfahrungen und Erlebnisse waren es wert, dokumentiert und festgehalten zu werden.
War da nicht dieser eine Abend im Krug, der deutschen Kneipe, dessen Besitzer man aber nie zu Gesicht bekommt und stattdessen mexikanische Sklaven in Dirndl und Tracht umher eilen? Ja, dieser eine Abend, an dem das Oktoberfest gefeiert wurde und man, an den doch teils verstört wirkenden, mexikanischen Gesichtern ablesen konnte, dass das selbstgebraute Weißbier eine ganz andere Wirkung beim Volk erzielt, als dies die doch recht süffig-leichten mexikanischen Biere tun. Egal, den Leuten hat es geschmeckt und gefallen, mal richtige zünftige Marschmusik zu hören, die eigentlich nur beim politischen Aschermittwoch der CSU gespielt wird, wenn Stoiber (ja das waren noch Zeiten) seine „ääähhhh, auf dem Münchner, ääääh Haupbahnhof in ja ähm 10 Minuuuuten“…

Oder der andere Abend als sich Österreich und Deutschland brüderlich in die Arme vielen um gemeinsam Spaghetti-Kochkunst zu zelebrieren, wie es nicht mal die Italiener können. Nun gut, vom optischen Standpunkt betrachtet mag noch Nachholbedarf bestehen, aber der Geschmack…ein Traum aus Kohlehydraten…und als krönenden Abschluss sogar einen selbst gemachten Apfelstrudel…ja was wollns meehr Heerr Piefke…

Da kommt man einmal richtig mexikanisch ein paar Stunden zu spät zum Markt und zum Konzert und schon ist alles rum und abgebaut, aber zum Glück gibt es doch noch ein paar nette Mexikaner die sich um die Abendgestaltung kümmern…und das erste Mal überhaupt wird man auf der Straße nicht als lockenprächtiger Ausländer angeschaut, schließlich, sind Thomas und ich mit Chucks, sauberem T-Shirt und nicht zerrissener Hose ziemlich spießig, im Vergleich zu unseren Begleitern. Angeführt von „Anarcho“, wie sich der 18jährige mit dem Kuhring durch die Nase nennt, folgen wir ihm und seinen Kinderpunkkumpels durch die Stadt, bis wir in der mexikanischsten Kneipe landen, in der wir bisher waren. Ein Abend voller neuer Erfahrungen und ein tolles Erlebnis…wie sagte mein Professor für politische Systemlehre: Wer mit 18 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 immer noch einer ist hat, hat kein Hirn. Nun denn, die Kinderpunks haben noch ein wenig Zeit, bis ihnen die Schuppen (oder Nieten) von den Augen fallen.

Und dann eines Tages, der Student vom Land hat es nicht mehr für möglich gehalten, ein Zeichen, dass es in einer Millionenstadt noch immer möglich ist, eine Großfamilie zu gründen und glücklich zu sein. Um die Ecke gegangen und nichts Böses gedacht und da war es das Glück. Zwar stört der Müll im das Auge des Betrachters, nicht aber die Harmonie der kleinen, großen Sippe.

Man sieht, es sind oftmals die kleinen Dinge des Lebens, die einen glücklich machen können…
Samstag, 17. November 2007
eLiTe???
Die Universidad Panamericana Campus Guadalajara, ein Hort der exklusiven Wissensvermittlung, hier studiert die Elite Lateinamerikas, hier herrscht Zucht, hier herrscht Ordnung. Würden die deutschen Werte wie Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Disziplin und Ruhe hier den Anforderungen standhalten können. Oder würde der junge Austauschstudent an den Bürden und Ansprüchen der besten Business School Lateinamerikas zerschellen, wie ein Stück morsches Treibholz an den scharfen und unerbittlichen Felsen der Meeresbrandung? Zugegebenermaßen: Es gibt auch andere, "knackigere" Unterrichtsklassen, wie etwa meine 9. Semester Diplomacy Klasse. Aber sobald im Business English Kurs des 7ten Semesters der Lehrer mal schnell weg ist, dann schaut es so aus…oder noch schlimmer…





